Kommunales eGovernment und
internetgestützter Bürgerservice in Bayern

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Eine empirische Studie der
Ludwig-Maximilians-Universität München
München

 


Umfrageergebnisse

Internetauftritte

Informationsgehalt

Am häufigsten informieren die Internetauftritte der bayerischen Kommunen über Kultur- und Freizeitangebote, gefolgt von Informationen über Verwaltungsangelegenheiten und Gemeinde- bzw. Stadtratsinformationen.


Interaktionsmöglichkeit / Formulare

Die Kontaktaufnahme auf elektronischem Weg (hierzu zählt zumindest die Angabe einer eMail-Adresse auf der Homepage) ermöglichen fast alle befragten Kommunen ihren Online-Besuchern (90 Prozent). Beim Angebot von Formularen sieht es allerdings anders aus. Die relativ unkomplizierte Bereitstellung von Download-Formularen wurde bisher erst von weniger als der Hälfte der befragten Kommunen umgesetzt. Online-Formulare werden nur vereinzelt angeboten.


Mehrsprachigkeit

Ein mehrsprachiger kommunaler Internetauftritt ist in Bayern insgesamt noch äußerst selten zu finden.


Navigation nach Lebenslagen

Das Lebenslagenprinzip ist ein Instrument, um die Verwaltung nach außen hin als eine Einheit darzustellen und dadurch den Bürgern den Zugang zu den Verwaltungsdienstleistungen zu erleichtern. Alle für die momentane Lebenslage relevanten Dienstleistungen und Informationen können somit auf einmal abgerufen werden, ohne dass man sich als "Kunde" mit den internen Verwaltungsstrukturen beschäftigen muss. Das Lebenslagenkonzept orientiert sich also an den Bedürfnissen der Bürger in bestimmten Lebenssituationen. Umgesetzt wird es in Bayern jedoch erst von den wenigsten Kommunen – über zwei Drittel planen noch nicht einmal seine Einführung.


Aktualisierung des Internetauftritts

Der Aktualisierungsintervall einer Internetpräsenz übt auch Einfluss auf die Attraktivität der Homepage für den Besucher aus. Knapp die Hälfte der befragten Kommunen mit Internetauftritt aktualisiert diesen relativ häufig.


Eigene Bewertung des Internetauftritts

Bis auf die Möglichkeit zur Abwicklung von Verwaltungsdienstleistungen online bewertet die überwiegende Mehrheit der befragten Kommunen ihren Internetauftritt insgesamt recht positiv.


Public Private Partnerships

Von den befragten Kommunen betreiben momentan gut ein Drittel ihre Internetpräsenz in Kooperation mit einem Privatunternehmen.


Virtueller Marktplatz Bayern

Der Virtuelle Marktplatz Bayern (VMB) soll einen zentralen Zugang zu möglichst vielen öffentlichen, kommerziellen und nicht-kommerziellen Angeboten in Bayern schaffen. Mittlerweile sind alle Kommunen in Bayern darin mit einem Standardeintrag verzeichnet. Darüber hinaus haben die Kommunen die Möglichkeit, auch selbst Inhalte hinzuzufügen. Für die Besucher des VMB hat dies zum Vorteil, dass diese mittels Angabe einer Region oder Stadt alle für ihren Raum relevanten Informationen und Angebote gefiltert abrufen können. Im integrierten Behördenwegweiser sind darüber hinaus alle örtlichen Ämter verzeichnet.

Wie die Umfrage ergab, ist allerdings nur knapp der Hälfte der Befragten überhaupt bekannt, dass ihre Kommune im VMB verzeichnet ist.

Eintrag im VMB
ja
nein
weiß
nicht
k.A.
349
264
129
34
Eigene Inhalte hinzugefügt?
ja
nein
weiß
nicht
89
201
59

Ausbau des eGovernment-Online-Angebots

Die Prioritäten beim Ausbau des eGovernment-Internetangebots in den nächsten ein bis zwei Jahren liegen primär in der Vervollständigung und Optimierung des inhaltlichen Angebots sowie in der Optimierung und Vervollständigung der zum Download angebotenen Formulare.