Kommunales
eGovernment und
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Methodisches Vorgehen
Da es sich beim Thema eGovernment um ein sehr "internetaffines" Thema handelt, lag es nahe, die Umfrage online durchzuführen. Dazu wurde die Domain www.egovernment-umfrage.de registriert, auf welcher der webbasierte Online-Fragebogen bereitgestellt wurde. Für den Fall, dass einzelne Kommunen Schwierigkeiten mit der Online-Bearbeitung hätten, wurde zusätzlich eine Druckversion des Fragebogens im PDF-Format zum Download angeboten, welcher zurückgefaxt oder per Post zurückgeschickt werden konnte. Es wurde bewusst die Variante der webbasierten formulargestützten Befragung gewählt, da diese im Gegensatz zur eMail-Befragung (Versendung des Fragebogens per eMail) mehr Gestaltungsmöglichkeiten und eine bessere technische Umsetzung (direkte Anbindung an eine Datenbank) zulässt. Zur Teilnahme an der Umfrage wurden alle bayerischen Kommunen aufgefordert, deren eMail-Adresse öffentlich bekannt ist. Dazu wurden im Vorfeld der empirischen Untersuchung alle eMail-Adressen der bayerischen Kommunen aus dem kommunalen Dienststellenverzeichnis des Statistischen Landesamtes ausgelesen, welches die aktuellsten Adressdatensätze der bayerischen Kommunen enthält. Da der Datensatz auch die Adressen sämtlicher Landratsämter, Verwaltungsgemeinschaften, Regierungsbezirke sowie der kommunalen Spitzenverbände beinhaltete, welche jedoch für die Untersuchung nicht relevant waren, wurde er dahingehend bereinigt, dass letztendlich nur noch die 2.056 bayerischen Städte, Gemeinden und Märkte darin enthalten waren. Im Originaldatensatz war bei über 400 Kommunen keine eMail-Adresse verzeichnet. Diese Gemeinden und Städte wurden daher nochmals einzeln mittels Internet-Recherchen überprüft und die eMail-Adressen gegebenenfalls nachgetragen, so dass am Ende 1.769 Kommunen mit eMail-Adresse für die Befragung zur Verfügung standen. Die allgemeine Problematik der Repräsentativität bei Internet-Befragungen stellte sich bei dieser Umfrage nicht, da die Grundgesamtheit bekannt war, die Kommunen direkt angeschrieben wurden und es sich somit nicht wie bei Internet-Umfragen häufig üblich um eine willkürliche, selbstselektierende Auswahl handelte. Die
1.769 bayerischen Kommunen wurden Mitte März 2003 per eMail über
die Umfra-ge informiert und um ihre Teilnahme gebeten. Bereits in der
ersten Woche konnte ein Rücklauf von ca. 25 Prozent verzeichnet werden.
Die Laufzeit der Umfrage betrug vier Wochen, wobei die Kommunen, die den
Fragebogen noch nicht beantwortet hatten, in dieser Zeit noch zweimal
daran erinnert wurden. Das erste Erinnerungsschreiben erfolgte nach zwei
Wochen, das zweite kurz vor Ende der Umfrage.
Der Fragebogen wurde in fünf Teilen als Online-Formular unter der Adresse www.egovernment-umfrage.de ins Internet gestellt. Die Programmierung des Online-Formulars erfolgte mittels der Computersprache HTML (Hypertext Markup Language), der Standard-Programmiersprache für Internetseiten, sowie der komplexeren Sprache PHP (Hypertext Preprocessor), einer serverseitigen Programmiersprache, welche in den HTML-Code eingebettet wird. PHP ermöglicht die Erstellung so genannter "dynamischer" Webseiten. Dies war für den Online-Fragebogen wichtig, damit zum einen jedem "Ausfüller" (bzw. jeder Kommune) eine eindeutige Identifikationsnummer (ID) zugewiesen werden konnte unter welcher das Ergebnis in einer MySQL-Datenbank (SQL = Structured Query Language) abgespeichert wurde und zum anderen um ein "Vor- und Zurückspringen" zwischen den einzelnen Fragebogen-Teilen ohne Datenverlust zu ermöglichen. Nach Abschluss der Programmierung des Online-Fragebogens wurde dieser zuerst eigenen Online-Tests unterzogen. Dabei wurde besonders die Funktionsfähigkeit mit verschiedenen Browsertypen und -versionen sowie die technische Fehlerfreiheit (korrektes Schreiben in die Datenbank und korrektes Auslesen aus der Datenbank) überprüft. Im Anschluss wurde der Fragebogen einer kleinen externen Gruppe präsentiert, die sowohl aus Webmastern bestand, welche den Fragebogen auf seine technische Funktionalität testeten, als auch aus mit der eGovernment-Thematik vertrauten Personen, die den Fragebogen auf seine inhaltlichen Aspekte überprüften. Nach der Pretest-Phase erfolgten letzte technische und inhaltliche Korrekturen und die Druckversion wurde identisch zur Online-Version erstellt. Anschließend wurden alle 1.769 Kommunen per eMail angeschrieben. Die eMails wurden automatisiert über ein Script verschickt. Jede Kommune erhielt damit einen individuellen Link zur Umfrage, der die entsprechende automatisch generierte ID enthielt. Durch Klick auf den Link gelangten die Kommunen auf die Umfrageseite und gleichzeitig wurde in der Datenbank ein entsprechender Verweis eingetragen, dass diese Kommune an der Umfrage teilgenommen hat. Diese Kennzeichnung diente ausschließlich dazu, die Kommunen, die den Fragebogen bereits ausgefüllt hatten, nicht mehr in das Erinnerungsschreiben einzubeziehen. Alle von den Kommunen in das Online-Formular eingegebenen Daten wurden zum einen direkt über das PHP-Script in die Datenbank geschrieben und zum anderen aus Sicherheitsgründen nochmals automatisiert als eMail geschickt. Dadurch wäre auch bei einem möglichen Datenbankfehler sichergestellt gewesen, dass die Daten nicht verloren gegangen wären, sondern nochmals per Hand hätten eingegeben werden können. Zusätzlich wurde die Datenbank mindestens einmal täglich gesichert, so dass die Gefahr eines Datenverlusts im Falle eines Server-Defekts möglichst gering gehalten werden konnte. Die Datenbank wurde ebenfalls täglich von "leeren" Datensätzen bereinigt, welche entstanden, wenn ein Besucher den Fragebogen nur durchgesehen hat, ohne ihn auszufüllen. In diesem Fall wurde der Wert der Kommunen-ID auf "nicht teilgenommen" zurückgesetzt und der leere Umfragen-Datensatz gelöscht. Die Datenbankbereinigung erfolgte teils automatisiert, teils per Hand über eine eigens dafür programmierte Administrationsoberfläche. Nach Beendigung der Umfrage Mitte April wurden alle Datensätze nochmals auf ihre Vollständigkeit hin überprüft und anschließend aus der Datenbank exportiert um sie mit dem Staistikprogramm SPSS auszuwerten. |
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